Las Hermanas de Rocinante

ARTWORK DOKUMENTARFILM

Dreihorn kreierte den Schriftzug, entwarf eine Webseite und gestaltete Plakate, Postkarten und Give aways.

Alexandra Kaufmann | Dokumentarfilmerin, Schliersee

Hintergrund zum Film

Während des Baubooms in Spanien wurden Rassepferde zum Status­symbol. Menschen, die noch nie etwas mit Pferden zu tun hatten, wollten plötzlich an deren Zucht mitverdienen. Dann kam die Krise, die Nachfrage brach ein und die Besitzer mussten ihre Pferde so schnell wie möglich wieder loswerden. 2012 wurden mehr Pferde zum Schlachter gebracht als jemals zuvor. Innerhalb nur eines Jahres reduzierte sich die Zahl der Pferde von 750.000 auf 660.000. Aus der Not heraus entstanden Organisationen, hauptsächlich von Frauen geführt, die sich um die ungewollten Pferde kümmern. Auf finanzielle Hilfe vom Staat können die Frauen, die ähnlich dem spanischen Romanhelden Don Quijote gegen Windmühlen kämpfen, nicht hoffen. Die Politiker haben in Spanien gerade ganz andere Probleme.

Ein Gegenwicht zu dieser harten Realität bilden Lois Tochter Lucía und ihre beste Freundin Paula. Sie verbringen ihre schulfreien Nachmittage regelmäßig auf dem Hof. Sie pflegen die alten Pferde und dürfen auf den jungen, kräftigen Tieren reiten. Zwischendurch laufen sie am ausgetrockneten Flussbett entlang oder setzen sich ins Heu, um die neusten WhatsApp-Nachrichten auszutauschen. Obwohl ihre Kindheit sehr beschützt ist, lernen früh mit dem Kreislauf von Leben und Tod umzugehen. Mit ihren Augen wollen erzählt Alexandra Kaufmann, wie die Opfer der Wirtschaftskrise auf dem Hof von Lois zu Helden werden.